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Bundesweites Netzwerk "Frauen in der Geschichte der Gartenkultur"

Ziel und Zweck:
Das bundesweite Netzwerk „Frauen in der Geschichte der Gartenkultur“ stellt einen locker assoziierten, offenen Personenkreis dar. Zweck des Netzwerks ist, das Wirken von Frauen in der Geschichte der Gartenkultur und der Landschaftsgestaltung sichtbarer zu machen und Gartenthemen aus der Geschlechterperspektive zu betrachten. Dabei wird der interdisziplinäre Austausch vor allem zwischen der Landschafts- und Freiraumplanung und den Kunst- und Kulturwissenschaften praktiziert und vorangetrieben. Fachleute aus den Literaturwissenschaften, aus Architektur, Soziologie und Pädagogik, aus Gartenbau, Landwirtschaft und Biologie sind ebenfalls Mitglieder im Netzwerk. Die jährlich stattfindende Tagung am dritten Septemberwochenende ist ein Forum zur Pflege der fachlichen und persönlichen Kontakte.
Entstehung und Entwicklung:
Das Netzwerk ist aus dem Arbeitskreis „Frauen in der Geschichte der Gartenkultur“ hervorgegangen, der Ende der neunziger Jahre von der Kunsthistorikerin Dr. Gerlinde Volland initiiert wurde. 1999 lud sie zur 1. Tagung an das Oberstufenkolleg an der Universität Bielefeld ein. Die 2. Tagung richteten 2000 die Mitbegründerinnen des Arbeitskreises, Roswitha Kirsch-Stracke und Petra Widmer, am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltentwicklung der Universität Hannover aus. Das offenkundig große Interesse an einem regelmäßigen Informationsaustausch zum Thema „Frauen in der Geschichte der Gartenkultur“ führte 2002 zur 3. Tagung an der Universität Kassel; Einladende waren Prof. Dr. Maria Spitthöver und Heidrun Hubenthal vom Fachbereich Stadt- und Landschaftsplanung.
Die 4. Tagung, erstmals mit einem Rahmenthema benannt, folgte im Frühjahr 2003 an der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen, ausgerichtet von Prof. Dr. Heide Inhetveen: „Frauen und Hortikultur“. Anschließend beschlossen die bisherigen Organisatorinnen, die „Arbeitsgruppe“ ihrem Charakter entsprechend in „Netzwerk“ umzubenennen. 2004 trafen sich unter dem Thema „Frauen und Blumen“ rund 50 Interessierte zur 5. Tagung in Bad Nauheim, wohin die Leiterin des Rosenmuseums Steinfurth, Sabine Kübler, eingeladen hatte. 2005 fand die 6. Tagung unter dem Titel „KunstGartenKunst“ am Institut für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität Gießen bei Prof. Dr. Ellen Spickernagel statt. Das 7. Treffen 2006 in Hamburg zeigte „WasserOrte – Spiegelungen“. Die Journalistin Karin von Behr richtete die Veranstaltung in Kooperation mit Prof. Dr. Hermann Hipp vom Kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg und mit Prof. Christiane Sörensen vom Fachgebiet Landschaftsarchitektur der HCU HafenCity Universität Hamburg aus. „Rückzug und Aufbruch – Frauen und Gärten in der Großstadt“ war das Thema der 8. Tagung 2007 in Berlin, die Kirsten Plathof, Pädagogin und Gärtnermeisterin bei der Max-Liebermann-Gesellschaft, mit Unterstützung der DGGL Berlin-Brandenburg organisierte.2008 luden Dr. Inken Formann und Prof. Dr. Erika Schmidt, Professur für Geschichte der Landschaftsarchitektur, an die TU Dresden ein; bei dieser 9. Tagung ging es unter dem Titel "Zum Anteil von Frauen an der Gartenkultur: Vermutet? Behauptet? Belegbar?" um die kritische Betrachtung der Quellenlage. Die 10. Tagung, "Ländliche Gärten und ihre Meisterinnen", fand 2009 als Jubiläumsveranstaltung in Sulzbürg bei Nürnberg statt. Einladende war Prof. Dr. Heide Inhetveen - siehe auch Pressebericht Stadt + Grün 12/2009 "Netzwerk feiert zehnjähriges Bestehen" (PDF)

Die 11. Tagung findet am 17. und 18. September 2010 in Stralsund statt.
und wird ausgerichtet von Angela Pfennig zum Rahmenthema: „Neuland
unterm Pflug – das gartenkulturelle Wirken von Frauen im Ostseeraum“.

Der dem 1930 erschienenen Roman von Michail Scholochow entliehene Titel der Tagung Neuland unterm Pflug steht für ein in vielerlei Hinsicht noch brachliegendes Feld gartenkultureller Forschung im nordostdeutschen Raum. Durch den Beitrag einer schwedischen Kunstwissenschaftlerin wird eine Brücke über die Ostsee geschlagen.

Veranstaltungsort am ersten Tag ist die Kapelle St. Annen und Brigitten, Schillstraße 5-7, 18439 Stralsund
Gunnar Möller referiert über die Gartenkultur im historischen Stralsund, Christine Hinz über Naturreflexion und Bodenspekulation tatkräftiger Frauen im Umgang mit Pflanzen, Gärten und Landschaft im 18. und 19. Jahrhundert. Die weibliche ländliche Existenz unter brandenburgischer Gutsherrschaft behandelt Heinrich Kaak. Catharina Nolin stellt Ester Claesson, schwedische Gartenarchitektin und unbekannte Mitarbeiterin von Joseph Maria Olbrich und Paul Schultze-Naumburg, vor. Bedeutete die Mechanisierung der Feldgemüseproduktion in der DDR eine Arbeitserleichterung für Frauen? Dieser Frage geht Lutz Grope nach. Eva Schubert berichtet über den Stralsunder Zentralfriedhof, ein Beispiel für 20 Jahre Entwicklung in Frauenhand. Werkstattberichte und eine Bild-Text-Musik-Collage zum Buch Backstein & Grün. Gartenkultur der Hansestadt Stralsund von Angela Pfennig und Volkmar Herre ergänzen das Vortragsprogramm.
Am zweiten Tag findet, der Tradition des Netzwerks entsprechend, eine Exkursion statt. Sie führt in ausgewählte historische und zeitgenössische private Gärten, Klostergärten und Parks auf Rügen und beginnt um 8.30 Uhr am Fähranleger im Hafen Stralsund.

Ausführliches Einladungsschreiben (PDF) der Organisatorin / Ausführliches Programm (PDF)
Die Tagung ist schon ausgebucht... ab sofort kann man sich nur noch in die Warteliste eintragen lassen ...

Kontakt und verantwortlich für den Inhalt dieser Seiten sowie, wenn nicht anders vermerkt, Copyright:
Roswitha Kirsch-Stracke
E-mail: kirsch@umwelt.uni-hannover.de

Adressverteiler:
Bei Interesse lassen Sie sich in den zentralen Adressverteiler des bundesweiten Netzwerks "Frauen in der Geschichte der Gartenkultur" aufnehmen: Kontakt: Beate Ahr
E-mail: Beate.Ahr@gmx.de
Informationen zu bundesweiten oder internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen, die einen Bezug zum Thema "Frauen in der Geschichte der Gartenkultur" haben, werden von Beate Ahr (Adress-Datei-Verwaltung) per E-Mail an die Netzwerk-Mitglieder weitergeleitet. Eine direkte Abgabe der Netzwerk-Adressen nach außen erfolgt grundsätzlich nicht.
Lokal aktive Veranstalterinnen (z.B. von Führungen) können ihre Aktivitäten in Absprache mit den OrganisatorInnen der Jahrestagung während der Tagung publik machen und dort eine InteressentInnen-Liste zum Eintragen auslegen.


Rückblick auf die bisherigen Tagungen:

Frau Krasemann Foto Kirsch-StrackeTagungsstätte Foto Mail-BrandtIm ländlichen Garten Foto Kirsch-StrackeFrau Inetveen Organisatorin der Tagung Foto Mail-Brandt
2009 Tagung in Sulzbürg

Kathrin Franz mit Teilnehmerinnen im Seifersdorfer Tal 2008

 Die Organisatorinnen des Treffens 2007: Kirsten Plathof (rechts) und Jeanette Rößiger im Garten Liebermann in Berlin

Vorträge in der Warburgbibliothek und Warburgpark Hamburg 2006
Im Berggarten
Im Berggarten Hannover 2000
Tagung Netzwerk Frauen in der Geschichte der Gartenkultur Bad Nauheim 2004
Im Sprudelhof in Bad Nauheim 2004

Im Landschaftspark in Biebertal bei Gießen 2005
Aktualisiert am 17.11.2009
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